immer wieder donnerstags: Bantaba in Vögisheim

Heute sitze ich wie jeden Donnerstag mit Samuel in unserem Wochenmeeting. Es geht um den Fahrplan für die Mango-Verarbeitung. Wir stellen erneut fest, dass wir uns fokussieren müssen, dass das Projekt „solare Früchtetrocknung“ unsere ganze Zeit und Aufmerksamkeit benötigt. Wir diskutieren und entschieden uns: alle anderen Vorhaben wie das Reisprojekt werden wir weit weit hinten anstellen. Zum einen weil die Behörden sehr viel langsamer arbeiten als angenommen, die politische Lage noch nicht stabilisiert ist und wir gemerkt haben, dass wir nur unabhängig effektiv vorankommen. Und weil Mangos zu trocknen unsere erste Eingebung war beim Besuch im Juli/August 2017 in Gambia und ist bis jetzt der Favorit geblieben.

Unser erstes Spendenziel von 50.000 Euro möchten wir sooooo gerne noch diesen Sommer erreichen, dazu schreiben wir Stiftungen und sprechen persönliche Kontakte an. Wie können wir andere anstecken, von der Idee begeistern und überzeugen, dass es wichtig ist, echte Perspektiven für die Gambia in ihrer Heimat zu schaffen?

Solange die Gambier in ihrem Land nicht sichtbar mitbekommen, dass neue Arbeitsplätze und Märkte entstehen, werden sie sich nach wie vor auf den gefährlichen Weg machen ihre Perspektivlosigkeit gegen die Hoffnung Europa auszutauschen. Fatal und höchste Zeit, finde ich, die Hilfe hier in Deutschland auszuweiten und schwerpunktmäßig endlich auf die Heimatländer zu konzentrieren.

Doch öffentliche Fördergelder und große Summen bekommen nur die Großen, die NGOs, die schon bekannt sind. Kleine wie wir müssen andere Wege finden, ihr Projekt finanziert zu bekommen.

Nun ja, ich bin dennoch voll motiviert und überzeugt, dass wir uns Schritt für Schritt den noch fehlenden 43.000 Euro nähern werden, so Gott will und so wir weiterhin Menschen anstecken können, uns dabei zu unterstützen.

Beitrag von Susanne Seywald

 

 

 

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