Gambia ein Paradies – Kein Schlaraffenland – Moringa ein Symbol der vielen Chancen

Moringa in Blüte

Eigentlich ist Gambia ein Paradies. Es gibt alles was man braucht um ein sorgenfreies Leben leben zu können. Es gibt ein Reichtum und Vielfalt an landwirtschaftlichen Produkten. Ausreichend landwirtschaftliche Fläche steht zur Verfügung, um nicht nur Gambia ernähren zu können, sonder auch in umliegende Länder exportieren zu können. Gambia ist ein Land für den Ökotourismus und die spezillen Arten der Fauna und Flora bietet jedem ein besonderes Erlebnis. Feuchtsavanne, Waldsavanne, Buschsavanne, Mangrovenwälder, Küstenwald und Reste vom immergrünen Galeriewald kann man entdecken. Das Großwild wurde leider ausgerottet. Doch viele andere Arten sind Gott sei Dank immer noch im Lande. Wenn man durchs Land fährt kann man kleine Antilopenarten entdecken. Man wird auch einige Affenarten kennenlernen, Schimpansen überleben in einem Naturreservat. Typisch für Gambia ist die Vielfalt der Vögel weit über 500 Vogelarten, viele davon Zugvögel. Krokodilarten kann man immer noch im Fluss entdecken, auch wenn diese seltener werden. Ein besonderes Erlebnis sind die Flusspferde. Gambia ist ein fischreiches Land bezüglich Salz und Süßwasserfische. Mit Glück kann man an der Flussmündung des Gambia auch Delphine bewundern. Es gibt viele junge Menschen, Frauen und Männer mit vielen Ideen, was man so alles machen könnte, welche Unternehmen man gerne gründen würde. Es gibt erfolgreiche Startups, es gibt floriende Unternehmen, Geschäfte, Hotels usw. Spricht man jedoch mit den Menschen vor Ort, gibt es niemand der Gambia als Paradies bezeichnen würde. Die Innenansicht ist eine ganz andere. Man kann immer nur soviel kaufen, was man heute braucht. Reis wird nicht in Packungen gekauft sondern in Tassen, wie viele andere Lebensmittel auch. Einen Sack Reis können sich nur einige leisten. Viele sehen keine Perspektive für sich und ihre Familie. Viele wünschen sich besser ausgebildet zu sein. Viele suchen Arbeit. Viele sitzen herum und haben nichts zu tun. Der Ruf „Give me …. Give me“ kann man nicht nur von Kindern hören, die nach Miniti und Geld fragen. „Something for the boy“ ist nicht selten zu hören, wenn man Weißer ist. Ich komme seit Juli 2017 nun regelmäßig nach Gambia, immer häufiger bin ich da, ich sehe enorme Veränderung zum Guten, doch die Bevölkerung nimmt es kaum war. Viele neue Arbeitsplätze wurde geschaffen, für die Jugend werden immer mehr Ausbildungsprogramme z.B. Teki Fii geschaffen, das Baugewerbe floriert, das Handwerk hat mehr zu tun, jetzt kommen auch Touristen in der Regenzeit, das Angebot an Waren ist gewachsen, doch dies hat noch nicht dazu geführt, dass so etwas wie eine Aufbruchstimmung herrscht. Das mach mich traurig, macht mich verzweifelt, weil man wegen der passiven Einstellung nicht die Chancen ergreift. Leider meckern zu viele und leider haben wir zu wenig Mutmacher. Mein Symbol Mut zu machen ist der Moringa Baum.

Alles an diesem Baum kann man essen. Er enthält extrem viele Nährstoffe, fast alle, die man so braucht. Mit seinem Samen z.B. kann man Wasser reinigen und trinkbar machen. Er wächst schnell, fast überall kann man ihn anpflanzen. Dieser Baum wächst in Gambia, jeder kennt diesen Baum, also allein in diesem Baum stecken so viele Chancen, daher ist er für mich das Symbol für Mutmachen: In Gambia stecken so viele Chancen, in den Frauen und Männer in Gambia liegen so viele Begabungen und Fähigkeiten – Allerdings man muss anpacken, die Ärmel hochkrempeln, bereit sein sein Bestes zu geben. Gambia ist ein Paradies, aber kein Schlaraffenland. Es fällt einem nichts in den Schoß. TeSito!

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